Schöpfungsspiritualität der Gälen Irlands
Kloster Kirchberg
Wer Tiefe sucht, Kraft und einen lebendigen Glauben, kann von den keltischen Christen lernen, was uns oft fehlt. Die Iren ahnten, dass Gott nicht weit weg, sondern in allem zu finden ist. Er spricht sich aus im Wasser, im Wind, in der Stille. Die Welt ist nicht leer, sie leuchtet von innen her. Um das zu sehen, muss ich den Dingen nur auf den Grund gehen, von dem sie kommen und in meinem eigenen Leben die Tiefe aufspüren, die schon da ist. Auf diesem Spurensuche können uns die archaischen Geschichten der irischen Heiligen inspirieren.
In den Geschichten wird deutlich, wie sehr sich die irische Kirche von der inneren Kraft der keltischen Kultur inspirieren ließ und diese in den christlichen Glauben integrierte. Sie verband die Weisheit der Naturreligion mit der Offenbarung des Evangeliums. Sichtbarer Ausdruck sind die Hochkreuze oder die Buchmalereien.
Verschiedene Methoden (Impulse, Stille, Betrachtungen und Sitzen, Eutonie, Pilgern u.a.) sollen helfen, diese innere Haltung kennenzulernen und einzuüben und dem Leben auf die Spur zu kommen.
