
Gehalten und frei – Antonius der Wüstenvater als Wegweiser für den inneren Weg
Am 17. Januar gedenkt die Kirche des Wüstenvaters Antonius des Großen. Er steht exemplarisch für den spirituellen Aufbruch, der ab dem 3. Jahrhundert viele Menschen in die Wüste führte, motiviert von dem Wunsch, Gott zu suchen und dabei sich selbst wahrhaftiger zu begegnen.
Auch wenn uns Jahrhunderte von den Wüstenvätern und Wüstenmüttern trennen und uns manches aus ihrem Weltbild fremd geworden ist, bleibt ihre Erfahrung aktuell, denn sie stellen Fragen, die uns auch heute noch umtreiben. Wie finde ich inneren Halt? Wie werde ich freier von dem, was mich antreibt? Und wie wächst daraus eine lebendige Verbindung zu mir selbst, zu anderen und zu Gott?
Die Vita Antonii des Bischofs Athanasius erzählt von Antonius’ Weg nach innen und zeichnet dabei markante Wegstationen nach. Das Seminar folgt diesen Spuren und nimmt die entscheidenden Erfahrungen in den Blick; den ersten Impuls aufzubrechen, die Auseinandersetzung mit inneren Kräften, die Vertiefung der Gottesbeziehung und schließlich den Schritt, aus dieser inneren Freiheit heraus für andere fruchtbar zu werden. Was Antonius erlebt, kann auch uns Orientierung geben, wenn wir uns nach Frieden, Klarheit und Tiefe sehnen.
Willkommen sind alle, die sich eine Zeit der Sammlung gönnen und im Austausch mit anderen den eigenen inneren Weg vertiefen möchten.

Keltische Christus
In allen Dingen steckt eine Tiefe, an der wir oft vorbei leben. Dieser Gegenwart Gottes in allem, auf die Spur zu kommen, ist Ziel der Reise. Der Suche nach ihr soll Raum und Zeit gegeben werden.
Inspiriert ist diese spirituelle Reise von der Schöpfungsspiritualität der Christen Irlands des ersten Jahrtausends, die in Bauwerken, Texten, Kunst und Personen greifbar wird. Die Lebenshaltung, die den Alltag mit Gott zu verbinden weiß, drückt sich auch in den viel später entstandenen „irischen Segen“ aus.
Zu sich selbst kommen und zurück an die Quelle, aus der alles Leben strömt, ist das Ziel der Reise, die auch immer wieder an Holy Wells innehält.
Anders als bei Katalogreisen sollen nicht nur touristische Highlights abgehakt werden; es geht um eine Begegnung mit Irland und dessen Spiritualität. Dazu dienen: spirituelle Impulse, Pilgerwege, Meditationen an Heiligen Quellen und eine Bootsfahrt über die Seen von Killarney.
Neben den christlichen Orten besuchen wir auch steinzeitliche Hügelgräber. Mythen und Geschichten begleiten unsere Wege.

Auf den Spuren von Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz
Die Umbrüche, die Kirche und Gesellschaft gegenwärtig erleben, machen es nötig, neue Zugänge zu einer persönlichen Spiritualität zu erkunden. Auf dieser Suche können die Erfahrungen von Mystikern eine große Hilfe sein. Ihre Bilder und Erlebnisse inspirieren, sich in neuer Weise auf die eigene Tiefe und die verborgenen Gegenwart Gottes einzulassen.
Die spirituelle Reise macht sich auf Spurensuche. Von einem festen Standort aus führen Exkursionen zu den Orten, an denen Teresa de Ávila und Johannes vom Kreuz gelebt und gewirkt haben. In den Landschaften und Städten, die diese Menschen prägten, erschließen sich ihre Biographien in einer ganz neuen Weise.
Wir wohnen in der Universidad de la Mystica in Ávila, einer Einrichtung der Karmeliter, die internationale Kongresse und Ausbildungskurse anbietet. Die Teilnehmenden-Zahl ist begrenzt auf 15 Personen. Am Flughafen Madrid stehen für uns zwei Kleinbusse bereit, mit denen wir durch Kastilien unterwegs sind.
