
Spirituelle Reise nach Irland
Inspiriert ist diese spirituelle Reise von der Schöpfungsspiritualität der Christen Irlands des ersten Jahrtausends, die in Bauwerken, Texten, Kunst und Personen greifbar wird. Die Lebenshaltung, die den Alltag mit Gott zu verbinden weiß, drückt sich auch in den viel später entstandenen „irischen Segen“ aus.
Anders als bei Katalogreisen sollen nicht nur touristische Highlights abgehakt werden; es geht um eine Begegnung mit Irland und dessen Spiritualität. Dazu dienen: spirituelle Impulse, Pilgerwege, Meditationen an Heiligen Quellen und eine Bootsfahrt über die Seen von Killarney.
Neben den christlichen Orten besuchen wir auch steinzeitliche Hügelgräber. Mythen und Geschichten begleiten unsere Wege.

Gott ist nicht anderswo – keltische Schöpfungsspiritualität
Kloster Kirchberg
Vielen fällt es draußen leichter als drinnen, Gottes Gegenwart zu erahnen. Gott in der Schöpfung zu finden, das war der Weg der irischen Christen. Für sie war Gott im Wasser, im Wind, im Licht über den Hügeln gegenwärtig. Sie mussten die Weisheit der keltischen Naturreligion nicht abstreifen, um Christen zu werden; sie haben, das was weise und gut war, mitgenommen und verwandelt. Zugleich übernahmen sie von den Wüstenvätern die Kunst der Unterscheidung. Die nüchterne Prüfung, welcher Regung zu trauen ist und welcher nicht. Der Sinn für die Kraft des Lebens und die Klarheit des geübten Blicks macht ihre Spiritualität bis heute tragfähig.
Das Wochenende geht ein Stück mit ihnen, mit Brigid von Kildare, die das Feuer hütete, mit Kevin, der sich von den Wäldern und den Tieren der Wicklow Mountains belehren ließ, mit Patrick, der an den Ort seiner Gefangenschaft zurückkehrte, mit Brendan, der ohne Karte aufbrach und sich auf das wilde Meer einließ.
Impulse, Stille, Austausch, Wahrnehmungsübungen, ein Pilgerweg, Bilder und Lieder.
Genauere Informationen –> Keltischer Christus
Anmeldung: tambour@posteo.de

Aus der eigenen Quelle trinken
Ein Wochenende mit Teresa von Ávila
Kloster Gernrode
Teresa hat für das geistliche Leben ein Bild gefunden, das man sehr hilfreich ist. In jedem Menschen ist eine Quelle, die fließen will. Oft stockt sie, nicht, weil sie versiegt wäre, sondern weil etwas im Weg liegt. Der geistliche Weg besteht dann nicht darin, etwas hinzuzufügen, sondern darin, wegzuräumen.
Das klingt einfach und ist es nicht. Teresa wusste das aus eigener Erfahrung. Zwanzig Jahre lang kam sie nicht weiter. Sie war keine Frau, die den Weg beschrieb, weil er ihr leichtfiel, sondern weil sie ihn mühsam gefunden hatte.
Dieses Wochenende geht ein Stück mit ihr. Es führt ein in ihre Bilder von der Quelle, den Wohnungen der Seele, das Wasser, und lässt Zeit, sie an der eigenen Erfahrung zu prüfen. Was hindert den Fluss? Und was wäre wegzuräumen?
Impulse, Zeiten der Stille, Pilgerwege in der Umgebung des Klosters, Austausch in der Gruppe.
Eine Einladung an alle, die Teresa kennenlernen möchten und an die, die den Verdacht haben, dass in ihnen etwas verschüttet ist.
weitere Infos – Aus der eigenen Quelle trinken
Anmeldung: tambour@posteo.de

Kastilien
Auf den Spuren von Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz
2. bis 10. Oktober 2026
Teresa hat nicht nur über den inneren Weg geschrieben, sie ist ihn selber gegangen. Wer ihre Bücher liest, spürt schnell, dass da eine Erfahrung dahintersteht, für die die Worte kaum reichen. Und dass sie eine Frau war, die nicht nur betete, sondern stritt, reiste und sich gegen eine Kirche behauptete, die ihr misstraute.
Diese Reise sucht die Orte auf, an denen das geschah. Das Menschwerdungskloster, in dem sie jahrelang ausharrte, bevor sich ihr Weg öffnete, San José, ihre erste Gründung und Alba de Tormes, wo sie starb. Auch Johannes vom Kreuz, Teresas Mitstreiter und Mystiker war in Kastilien zu Hause. Wir besuchen seinen Geburtsort Fontiveros, Salamanca, wo er Theologie studierte und sein Grab in Segovia. Die Orte lassen die lebendig werden, was uns die beiden in ihren Schriften hinterlassen haben.
Wir wohnen in der Universidad de la Mística in Ávila, einer Einrichtung der Karmeliten, und fahren von dort aus mit zwei Kleinbussen. Es gibt Exkursionen, Pilgerwege, Wanderungen, geistliche Impulse und Zeiten der Stille. Die Gruppe ist auf 15 Personen begrenzt.
Für Menschen, die Teresa und Johannes ernsthaft kennenlernen möchten und dafür bereit sind, ihnen an die Orte zu folgen, an denen sie gelebt haben. Vorkenntnisse sind willkommen, aber nicht Bedingung.
Genauere Informationen —> Spirituelle Reise nach Kastilien
Anmeldung: tambour@posteo.de

Aufstellungen und Kontemplation
Ich bin nicht nur, was mich verstrickt hat
Manches wiederholt sich, ohne dass man es versteht. Wir stoßen auf Muster, das über Generationen geht. Man hat darüber nachgedacht, gesprochen, vielleicht auch schon therapeutisch gearbeitet und kann man es nicht einfach abschütteln, nur lernen, anders damit umzugehen.
In einer Aufstellung wird ein solches Muster sichtbar. Menschen stehen im Raum, und plötzlich sieht man, was man vorher nur geahnt hat. Von dort aus wird nach Positionen weitergesucht, in denen etwas in Bewegung kommt, nach einem Bild, das trägt.
Was dieses Wochenende von anderer Aufstellungsarbeit unterscheidet, ist ihre kontemplative Ausrichtung. Was sichtbar geworden ist, wird in der Stille Gott hingehalten.
Die Verstrickungen, in denen wir stehen, bestimmen und zwar, aber sie sind nicht unsere letzte Realität. Verbunden mit unserer tiefsten Mitte, jenseits aller Verflechtungen, kann sich von innen her lösen, was uns gefangen hält.
Zum Ablauf: Wer mit einem eigenen Anliegen kommt, kann es einbringen; die Zahl der Aufstellungen ist begrenzt. Ebenso wichtig sind die, die als Stellvertreter zur Verfügung stehen. Dafür braucht es kein schauspielerisches Talent; man stellt nur die eigene Wahrnehmung zur Verfügung. Viele machen dabei ihre stärksten Erfahrungen, ohne selbst aufgestellt zu haben. Zwischen den Aufstellungen: Zeiten der Stille, Impulse, Gottesdienst.
Für Menschen, die etwas mit sich tragen, und die es einer Wirklichkeit hinhalten wollen, die größer ist als ihre Geschichte.
Weitere Infos – Aufstellung und Kontemplation
Anmeldung: tambour@posteo.de
